Ich habe schon Inhalte erstellt, da hat es ChatGPT noch gar nicht gegeben

Ich höre recht oft in verschiedenen Kommentaren, dass ich auch nur zu denen gehöre, die heute das Internet mit KI-Texten fluten. Manchmal wird sogar behauptet, dass ich ohne KI überhaupt keine Inhalte erstellen könnte.

Dazu möchte ich mich mal kurz äussern.

Ich erstelle schon sehr viel länger Inhalte, als KI im Mainstream ist. Ich schreibe Texte, veröffentliche Artikel und schreibe Bücher schon sehr viel länger als es ChatGPT, Gemini und die anderen Kollegen überhaupt gibt.

Und das lässt sich auch sehr einfach nachvollziehen.

Das Internet vergisst nicht alles, dank Wayback

Meine Website ralf-peter-kleinert.de gibt es schon viele Jahre. Und dank des Internet Archive und seiner Wayback Machine kann man heute noch sehen, wie meine Website früher ausgesehen hat und welche Inhalte dort veröffentlicht waren, der erste Snapshot stammt aus dem Jahr 2016.

Ein archivierter Stand meiner Website stammt beispielsweise vom 19. Mai 2020.

Also aus einer Zeit, in der von ChatGPT noch überhaupt keine Rede war, denn ChatGPT wurde erst am 30. November 2022 öffentlich vorgestellt.

Wer möchte, kann sich den alten Stand meiner Website selbst ansehen:

Archivierter Stand meiner Website vom 19. Mai 2020

Dort findet man bereits meine damaligen Artikel und Themenbereiche, nicht aus dem Hardcore-IT-Bereich, aber aus dem Computerbereich, Social Media, Videobearbeitung und Co. Ich habe geschrieben, ich habe erklärt, Tutorials erstellt und Wissen veröffentlicht und geteil – so wie ich es noch immer tue. Und natürlich habe ich auch damals schon meine ganz eigene Art gehabt, meine Texte zu schreiben – ja, mehr Rechtschreibfehler – hatte ja keine KI zum korrigieren.

KI brauchte ich dafür auch nicht. Die Möglichkeit hatte ich schlichtweg auch nicht.

Muss ich mich deshalb rechtfertigen?

Nee – muss ich nicht!

Und ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust dazu.

Wer meine Inhalte verfolgt, weiß, dass ich nicht erst seit gestern im Internet unterwegs bin. Ich habe über viele Jahre Artikel geschrieben und Fachwissen veröffentlicht – Bücher verfasst und Videos produziert.

Das alles ist nicht einfach so und wie von Zauberhand entstanden, weil es seit einigen Jahren generative KI gibt.

Trotzdem möchte ich ehrlich betonen:

Ja! Natürlich benutze ich heute KI.

Warum sollte ich das auch nicht tun?

Ich lasse mir heute von KI helfen

Ich benutze KI beispielsweise, um meine Texte auf Rechtschreibfehler zu prüfen. Ich lasse Formulierungen checken, Texte strukturieren oder mal einen ganzen Absatz überarbeiten. Klar mache ich das.

Manchmal schreibe ich einen Text runter, so wie mir die Gedanken gerade durch den Kopf gehen. Dann lasse ich anschließend die Fehler korrigieren. Manchmal diskutiere ich mit einer KI auch, ob meine Erklärung auch verständlich genug ist. Und manchmal lasse ich mir natürlich Vorschläge machen, wie sich mein Thema viel besser strukturieren lässt.

KI ist ein wichtiges Werkzeug für mich.

Nicht großartig anders sehe ich auch Programme wie Rechtschreibprüfung, Suchmaschinen, Übersetzungsprogramme, Bildbearbeitung oder andere Software, die ich seit vielen, vielen Jahren verwende.

Wenn mir heute ein Werkzeug zur Verfügung gestellt wird, mit dem ich meine Arbeit schneller, einfacher oder besser machen kann, wäre es doch ziemlich doof von mir, es aus falschem Prinzip nicht zu benutzen.

Entscheidend ist für mich etwas ganz anderes.

Wer hat etwas zu sagen? Woher kommt das Wissen? Wer entscheidet, was veröffentlicht wird? Und wer steht am Ende mit seinem Namen dafür ein?

Wenn ich über IT, über Proxmox, Server, Backup, über Windows, Linux oder andere Themen aus meinem beruflichen Alltag schreibe und referiere, entsteht meine Erfahrung nicht dadurch, dass ich eine KI wie ChatGPT öffne.

  • Die Erfahrung habe ich gesammelt.
  • Die Server habe ich administriert.
  • Die Fehler habe ich gemacht.
  • Die Systeme habe ich eingerichtet, gegen die Wand gefahren und wieder eingerichtet.
  • Die Bücher habe ich geschrieben, strotzend vor Fehlern.
  • Und manchmal habe ich mir dabei vermutlich auch ordentlich die Haare gerauft. 😉

KI ist heute mein Werkzeuge, nicht meine Vergangenheit

Ich finde die Diskussion über KI-Inhalte im Grunde sehr wichtig. Das Internet wird massenhaft mit gewaltigen Mengen automatisch erzeugten Inhalten und Texte geflutet. Darunter befindet sich leider auch jede Menge Zeugs, bei dem keiner mehr überprüft hat, ob es überhaupt richtig ist.

Aber daraus folgt doch nicht, dass jeder der heute KI verwendet, plötzlich keine eigenen Inhalte mehr erschafft.

Vor allem lässt sich die Vergangenheit dadurch nicht ändern – KI verwendet heute Inhalte, die ich erstellt habe, oder was denkt Ihr, woher die KI alles weiß?

Meine Inhalte waren bereits im Netz verfügbar, als ChatGPT noch nicht existierte und als ChaGPT kam, hat es von diesen Inhalten, die schon da waren gelernt!

Und ich werde auch weiterhin KI verwenden, wenn sie mir bei meiner Arbeit helfen kann.

Aber nicht, weil ich ohne so eine KI nichts zu sagen hätte.

ralf-peter-kleinert.de in der Wayback Maschine

https://web.archive.org/web/*/https://ralf-peter-kleinert.de/

Ralf-Peter Kleinert / ComputerRalle
Ich verwende moderne KI-Systeme als unterstützendes Werkzeug, um meine Texte zu strukturieren, sprachlich zu überarbeiten und in eine verständliche Form zu bringen. Dabei nutze ich Künstliche Intelligenz unter anderem zur Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik, zur besseren Gliederung von Inhalten sowie zur Optimierung von Formulierungen. Dennoch schreibe ich meine Inhalte zunächst komplett alleine. Bilder und Thumbnails bearbeite ich wieder komplett selbst in Photoshop. KI-Bilder sehen alle gleich aus – das passt mir nicht. KI zum korrigieren zu verwenden ist für mich eine enorme Zeitersparnis, sodass ich mich stärker auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren kann.

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