M.2 auf SATA-Adapter mit ASM1166 – Meine Erfahrungen beim Bau meines eigenen NAS

Klein, günstig und richtig praktisch: So erweitere ich mein NAS um zusätzliche SATA-Anschlüsse

Heute möchte ich euch ein kleines Stück Hardware vorstellen, das mich beim Neubau meines selbstgebauten NAS wirklich begeistert hat: eine M.2-auf-SATA-3.0-Adapterkarte mit ASM1166-Controller.

Warum stelle ich euch ausgerechnet diesen Adapter vor? Ganz einfach: Ich habe mittlerweile einige E-Mails mit der Frage bekommen, welchen SATA-Controller ich bei meinem NAS-Neubau verwendet habe.

Deshalb möchte ich euch die kleine Erweiterungskarte etwas genauer vorstellen, die technischen Eigenschaften erklären und natürlich auch meine persönlichen Erfahrungen damit schildern.

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Und eines kann ich direkt vorwegnehmen: Das kleine Ding funktioniert bei mir einwandfrei!

Warum überhaupt ein M.2-auf-SATA-Adapter?

Wer sich schon einmal einen eigenen NAS-Server zusammengestellt hat, kennt das Problem vermutlich: Das Mainboard bietet zwar einige SATA-Anschlüsse, aber irgendwann reichen diese einfach nicht mehr aus.

Gerade bei einem NAS, in dem mehrere Festplatten für die Datenspeicherung zum Einsatz kommen sollen, ist die Anzahl der verfügbaren SATA-Ports ein wichtiges Thema.

Natürlich könnte man eine klassische PCIe-SATA-Erweiterungskarte verwenden. Allerdings benötigt diese einen entsprechenden PCIe-Steckplatz, den man möglicherweise bereits anderweitig verplant hat.

Und genau hier kommt meine kleine M.2-Erweiterungskarte ins Spiel.

Sie wird einfach in einen geeigneten M.2-Steckplatz auf dem Mainboard eingesetzt und stellt zusätzliche SATA-Anschlüsse zur Verfügung. In meinem Fall sind das sechs SATA-Ports, über die ich weitere Festplatten anschließen kann.

Das Ganze funktioniert ohne große Umbauten und benötigt kaum Platz im Gehäuse.

Der ASM1166-Controller – Das Herzstück der Erweiterungskarte

Auf meiner Adapterkarte arbeitet ein ASM1166-Controller von ASMedia.

Dieser Chip ist dafür ausgelegt, mehrere SATA-Laufwerke über eine PCIe-Verbindung anzubinden.

Die technischen Eigenschaften im Überblick:

EigenschaftBeschreibung
ControllerASMedia ASM1166
AnschlussM.2 mit PCIe-Anbindung
PCIe-SchnittstellePCIe 3.0 x2
Theoretische PCIe-Datenrate16 GT/s insgesamt, brutto über zwei Lanes
SATA-Anschlüsse6 × SATA
SATA-StandardSATA 3.0
SATA-ÜbertragungsrateBis zu 6 Gbit/s je Anschluss
KühlungPassiver Aluminium-Kühlkörper
StatusanzeigeLEDs für die SATA-Anschlüsse

Wichtig ist dabei, dass die sechs SATA-Anschlüsse gemeinsam über die PCIe-Verbindung des Controllers angebunden werden.

Die theoretischen 6 Gbit/s pro SATA-Anschluss bedeuten also nicht, dass sämtliche angeschlossenen Laufwerke gleichzeitig mit ihrer maximalen Geschwindigkeit übertragen können.

Die gemeinsame PCIe-3.0-x2-Anbindung bietet nach Abzug der PCIe-Kodierung theoretisch rund 1,97 GB/s, bevor weiterer Protokoll-Overhead berücksichtigt wird.

Für ein NAS mit klassischen mechanischen Festplatten ist das in vielen Fällen vollkommen ausreichend. Wer dagegen sechs schnelle SATA-SSDs gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit betreiben möchte, sollte diese Einschränkung berücksichtigen.

Der Einbau in mein selbstgebautes NAS

Ich habe den Adapter beim Neubau meines eigenen NAS eingesetzt und den gesamten Aufbau natürlich auch auf meinem YouTube-Kanal ComputerRalle dokumentiert.

Hier könnt ihr euch den Einbau direkt im Video ansehen:

Der Link führt euch direkt zu der entsprechenden Stelle im Video.

Was mir an dieser Lösung besonders gut gefällt, ist die kompakte Bauform.

Die Adapterkarte benötigt keinen zusätzlichen klassischen PCIe-Steckplatz. Stattdessen nutzt sie einen geeigneten M.2-Steckplatz auf dem Mainboard.

Dabei sollte man allerdings unbedingt darauf achten, dass der verwendete M.2-Steckplatz auch tatsächlich PCIe unterstützt. Nicht jeder M.2-Steckplatz ist für diese Art von Erweiterungskarte geeignet.

Auch die Anzahl der bereitgestellten PCIe-Lanes sollte man vorher überprüfen. Denn nur mit einer passenden Anbindung lässt sich die mögliche Leistung des Controllers ausschöpfen.

Nach dem Einsetzen der Karte werden die SATA-Datenkabel angeschlossen und mit den entsprechenden Laufwerken verbunden.

Das war es im Wesentlichen auch schon.

Meine Erfahrungen: Der Adapter funktioniert einwandfrei

Kommen wir zu dem Punkt, der euch vermutlich am meisten interessiert: Funktioniert diese günstige Erweiterungskarte überhaupt zuverlässig?

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In meinem NAS kann ich diese Frage ganz klar mit Ja beantworten.

Die Karte macht genau das, was ich von ihr erwartet habe. Sie stellt mir zusätzliche SATA-Anschlüsse zur Verfügung und funktioniert in meinem Aufbau einwandfrei.

Besonders angenehm finde ich, dass ich mich nicht mit einer komplizierten Einrichtung beschäftigen musste.

Natürlich hängt die Erkennung eines solchen Controllers auch vom verwendeten Betriebssystem und dessen Treiberunterstützung ab. Der ASM1166 ist allerdings kein exotischer Controller, sondern wird unter anderem von aktuellen Linux-Systemen unterstützt.

Gerade für selbstgebaute NAS-Systeme auf Linux-Basis ist das interessant.

Mir persönlich ist bei solchen Erweiterungskarten wichtig, dass sie möglichst unkompliziert arbeiten. Ich möchte schließlich einen NAS-Server aufbauen und betreiben und nicht ständig Probleme mit der Anbindung meiner Festplatten lösen müssen.

Und genau deshalb bin ich mit dieser Lösung bisher ausgesprochen zufrieden.

Passive Kühlung und Status-LEDs

Ein weiteres Detail ist der kleine Kühlkörper auf der Adapterkarte.

Dieser sitzt direkt auf dem Controller und sorgt dafür, dass die entstehende Wärme besser abgeführt werden kann.

Gerade in einem NAS, das möglicherweise über viele Stunden oder sogar rund um die Uhr läuft, sollte man die Kühlung der verbauten Komponenten nicht unterschätzen.

Der passive Kühlkörper benötigt keinen zusätzlichen Lüfter und verursacht somit auch keine weiteren Geräusche.

Allerdings sollte im NAS-Gehäuse eine vernünftige Luftzirkulation vorhanden sein.

Ebenfalls praktisch sind die kleinen Status-LEDs neben den SATA-Anschlüssen.

Laut Herstellerbeschreibung zeigen diese an, ob am jeweiligen Anschluss ein SATA-Gerät vorhanden ist. Bei Lese- und Schreibzugriffen blinken die entsprechenden LEDs.

Das ist zwar keine weltbewegende Funktion, aber gerade beim Aufbau oder bei der Fehlersuche durchaus hilfreich.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Auch wenn ich von meinem Adapter begeistert bin, möchte ich auf einige Dinge hinweisen.

Nicht jede M.2-auf-SATA-Karte ist automatisch identisch aufgebaut. Es gibt unterschiedliche Controller, verschiedene Anzahlen an SATA-Anschlüssen und teilweise auch abweichende PCIe-Anbindungen.

Ich würde deshalb beim Kauf besonders auf den tatsächlich verbauten Controller achten.

In meinem Fall ist das der ASM1166 mit sechs SATA-Anschlüssen.

Außerdem sollte man folgende Punkte berücksichtigen:

  • M.2-Kompatibilität: Der Steckplatz muss eine passende PCIe-Anbindung bereitstellen.
  • PCIe-Lanes: Die verfügbare Bandbreite hängt von der Anbindung des M.2-Steckplatzes ab.
  • SATA-Anschlüsse: Der ASM1166 unterstützt bis zu sechs SATA-Ports.
  • Kühlung: Gerade bei dauerhaftem NAS-Betrieb ist eine vernünftige Gehäusebelüftung sinnvoll.
  • Stromversorgung: Die Festplatten benötigen weiterhin ihre eigene Stromversorgung. Der Adapter stellt lediglich die SATA-Datenanschlüsse bereit.
  • Betriebssystem: Vor dem Kauf sollte man prüfen, ob der Controller vom gewünschten System unterstützt wird.

Ein weiterer Punkt betrifft die Verwendung mit ZFS, TrueNAS oder anderen NAS-Lösungen.

Grundsätzlich kann ein solcher SATA-Controller auch dort interessant sein. Allerdings würde ich bei besonders wichtigen Daten und professionellen Speichersystemen immer genau prüfen, welche Controller vom jeweiligen System empfohlen werden.

Ein günstiger SATA-Adapter ist nicht automatisch ein vollwertiger Ersatz für einen professionellen HBA-Controller.

Für wen lohnt sich dieser Adapter?

Meiner Meinung nach ist diese kleine Erweiterungskarte besonders interessant für alle, die sich einen eigenen NAS-Server bauen oder einen vorhandenen Server um zusätzliche SATA-Anschlüsse erweitern möchten.

Auch für kompakte Selbstbau-Server kann die Lösung durchaus sinnvoll sein, weil kein klassischer PCIe-Steckplatz belegt werden muss.

Gerade wenn man bereits ein geeignetes Mainboard besitzt und lediglich weitere Festplatten anschließen möchte, kann man sich damit unter Umständen den Kauf zusätzlicher oder teurerer Hardware sparen.

Natürlich ist auch diese Lösung nicht für jeden Einsatzzweck optimal.

Wer maximale Bandbreite für mehrere SSDs benötigt oder einen größeren professionellen Storage-Server aufbauen möchte, sollte sich auch mit entsprechenden HBA-Lösungen beschäftigen.

Für meinen NAS-Neubau passt die kleine M.2-Karte aber hervorragend.

Mein Fazit: Klein, praktisch und absolut überzeugend

Ich muss sagen, dass mich dieser kleine M.2-auf-SATA-Adapter wirklich begeistert hat.

Er benötigt kaum Platz, bietet gleich sechs zusätzliche SATA-Anschlüsse und lässt sich unkompliziert in einen geeigneten M.2-Steckplatz einsetzen.

Besonders wichtig ist für mich aber, dass er in meinem selbstgebauten NAS genau das macht, was er soll.

Er funktioniert einwandfrei, und ich bin mit der Lösung bisher rundum zufrieden.

Natürlich ist das keine Garantie dafür, dass jeder Adapter mit ASM1166 in jeder Hardwarekonfiguration genauso problemlos funktioniert. Mainboard, BIOS, Betriebssystem und die konkrete Ausführung der Karte spielen ebenfalls eine Rolle.

Aber ich kann euch zumindest sagen, dass ich mit meinem Exemplar sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Wer also gerade ein eigenes NAS plant und feststellt, dass die SATA-Anschlüsse auf dem Mainboard nicht ausreichen, sollte sich diese Erweiterungsmöglichkeit ruhig einmal genauer ansehen.

Und falls ihr wissen möchtet, wie ich den Adapter in meinem NAS eingebaut habe, schaut euch einfach mein entsprechendes Video an.

Hier geht es direkt zum Einbau in meinem NAS-Selbstbauprojekt:

Viel Spaß beim Anschauen und natürlich auch beim Nachbauen!

Euer ComputerRalle


Hinweis: Dieser Artikel beschreibt meine persönlichen Erfahrungen mit dem verwendeten Adapter. Aussagen über die Zuverlässigkeit beziehen sich auf meinen eigenen NAS-Aufbau und stellen keine allgemeine Langzeitgarantie dar.

Ralf-Peter Kleinert / ComputerRalle
Ich verwende moderne KI-Systeme als unterstützendes Werkzeug, um meine Texte zu strukturieren, sprachlich zu überarbeiten und in eine verständliche Form zu bringen. Dabei nutze ich Künstliche Intelligenz unter anderem zur Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik, zur besseren Gliederung von Inhalten sowie zur Optimierung von Formulierungen. Dennoch schreibe ich meine Inhalte zunächst komplett alleine. Bilder und Thumbnails bearbeite ich wieder überwiegend selbst in Photoshop oder PhotoCraft. KI-Bilder sehen alle gleich aus – das passt mir nicht. KI zum korrigieren zu verwenden ist für mich eine enorme Zeitersparnis, sodass ich mich stärker auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren kann.

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