Seit über zwei Jahren nutze ich pCloud als Cloudspeicher, für meine Datensicherung und zur Synchronisation zwischen mehreren Computern und Servern. Im September 2024 habe ich mich für ein Lifetime-Abo entschieden. Heute, im Oktober 2026, ist es Zeit für eine ehrliche Bilanz: Hat sich die Investition gelohnt? Wie zuverlässig funktioniert pCloud im Alltag? Und würde ich den Dienst erneut kaufen? Mein Erfahrungsbericht ist ehrlich verfasst. Alles, was ich hier schildere, entspricht genau meinen persönlichen Erfahrungen und der Art und Weise, wie ich pCloud tatsächlich nutze.
Ich kann es gleich vorwegnehmen: Ich habe den Kauf bis heute nicht bereut!
Warum ich mich damals für pCloud entschieden habe
Vor meinem Wechsel zu pCloud habe ich unter anderem HiDrive von IONOS verwendet. Ein guter Cloudspeicher, mit dem ich grundsätzlich zufrieden war. Allerdings fallen bei solchen Angeboten regelmäßig monatliche oder jährliche Gebühren an.
Bei pCloud hat mich vor allem das Lifetime-Modell interessiert. Einmal bezahlen und anschließend den Speicherplatz langfristig nutzen, ohne ständig neue Rechnungen bezahlen zu müssen.
Am 30. September 2024 habe ich deshalb zugeschlagen und für 199 Euro ein Lifetime-Paket mit zunächst 1 TB Speicherplatz gekauft. Später habe ich meinen Speicherplatz erweitert. Heute stehen mir insgesamt 3 TB zur Verfügung.
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Natürlich war mir damals bewusst, dass ein Lifetime-Angebot keine Garantie dafür ist, dass ein Unternehmen für immer existiert. Aber nach zwei Jahren kann ich inzwischen eine recht klare Bilanz ziehen.
Zwei Jahre pCloud – Wie zuverlässig funktioniert der Cloudspeicher?
Eine der wichtigsten Fragen bei einem Cloudanbieter ist für mich die Zuverlässigkeit.
Was nützt der günstigste Speicherplatz, wenn die Synchronisation ständig Probleme verursacht oder der Dienst nicht erreichbar ist?
Meine persönliche Erfahrung nach mehr als zwei Jahren ist ausgesprochen positiv.
pCloud hat mich bisher kein einziges Mal im Stich gelassen.
Ich habe in dieser Zeit keinen Ausfall erlebt, der meine Arbeit beeinträchtigt hätte. Die Synchronisation funktioniert zuverlässig und meine Dateien stehen auf den angebundenen Computern zur Verfügung.
Natürlich kann ich nicht garantieren, dass dies auch in den nächsten fünf oder zehn Jahren so bleibt. Ich kann ausschließlich über meine bisherigen Erfahrungen berichten.
Und die sind durchweg positiv.
So nutze ich pCloud in meinem Arbeitsalltag
Ich verwende pCloud nicht einfach nur als Online-Festplatte. Der Dienst ist inzwischen ein fester Bestandteil meiner IT-Infrastruktur. Ich habe also umfassende Erfahrungen mit pCloud gesammelt – sowohl als Synchronisationsspeicher als auch als Backupspeicher. Im Grunde habe ich über zwei Jahre hinweg einen echten Langzeittest durchgeführt. Aus meiner Sicht kann man kaum mehr tun, um die Zuverlässigkeit eines Cloudspeichers unter realen Bedingungen zu testen.
Synchronisation zwischen mehreren Computern
Ich arbeite mit mehreren Computern, unter anderem mit meinem Büro-PC, meinem Videoschnitt-PC und weiteren Rechnern.
Wenn ich beispielsweise ein YouTube-Video vorbereite, lege ich benötigte Dateien in einem synchronisierten Ordner ab.
Die Dateien werden anschließend automatisch auf meine anderen Computer übertragen.
So kann ich an einem Rechner etwas vorbereiten und an einem anderen direkt weiterarbeiten, ohne ständig USB-Sticks oder Netzlaufwerke verwenden zu müssen.
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Das funktioniert bei mir seit zwei Jahren problemlos.
pCloud als externer Backupspeicher
Noch wichtiger ist für mich allerdings die Verwendung als externer Speicher für Datensicherungen.
Ich möchte meine wichtigen Daten nicht ausschließlich zu Hause aufbewahren.
Ein Brand, ein technischer Defekt oder ein anderer größerer Schaden könnte schließlich dazu führen, dass sowohl die Originaldaten als auch lokal gespeicherte Backups verloren gehen.
Deshalb nutze ich pCloud als zusätzlichen, räumlich getrennten Speicherort.
Dort liegen unter anderem Sicherungen meiner Dokumente, Bilder, Musik, Arbeitsdateien und weiterer wichtiger Daten.
Für mich ist pCloud deshalb vor allem eines:
Ein einmal bezahlter, externer Speicherplatz für meine Datensicherungen.
Wichtig ist dabei natürlich, dass eine Synchronisation allein noch kein vollständiges Backupkonzept ersetzt. Gelöschte oder beschädigte Dateien können unter Umständen ebenfalls synchronisiert werden. Deshalb gehören unabhängige Sicherungen und gelegentliche Wiederherstellungstests weiterhin dazu.
Datensicherheit: Warum ich Cryptomator verwende
Bei der Speicherung wichtiger Daten in einer Cloud verlasse ich mich grundsätzlich nicht ausschließlich auf den jeweiligen Anbieter.
Deshalb verschlüssele ich meine sensiblen Dateien bereits lokal auf meinem Computer, bevor diese zu pCloud übertragen werden.
Dafür verwende ich Cryptomator.
Das Prinzip ist einfach:
- Meine Daten werden lokal durch Cryptomator verschlüsselt.
- Der pCloud-Client synchronisiert die verschlüsselten Dateien.
- Auf dem Cloudspeicher liegen nur die verschlüsselten Daten.
- Erst mit meinem Schlüssel kann ich die Inhalte wieder lesbar machen.
Selbst wenn jemand unbefugt Zugriff auf die gespeicherten Dateien erhalten sollte, könnte er mit den verschlüsselten Inhalten ohne den passenden Schlüssel nichts anfangen.
Natürlich bietet pCloud mit pCloud Encryption auch eine eigene Verschlüsselungslösung an. Diese habe ich ebenfalls in meinem Lifetime-Paket.
Ich verwende für meine wichtigen Backups trotzdem bevorzugt Cryptomator, weil ich die Verschlüsselung selbst kontrollieren möchte.
Nicht alle meine Dateien sind verschlüsselt. Unkritische Inhalte, beispielsweise bestimmte Grafiken, speichere ich teilweise auch unverschlüsselt, damit ich sie bequem über andere Geräte aufrufen kann.
Backups von externen Servern bei Hetzner
Eine weitere interessante Einsatzmöglichkeit ist die Sicherung von Serverdaten.
Ich betreibe beziehungsweise betreue auch Systeme bei Hetzner. Dort nutze ich pCloud, um verschlüsselte Datensicherungen auf einen externen Cloudspeicher zu übertragen.
Auf entsprechenden Windows-Servern kann der pCloud-Client installiert werden, der die vorbereiteten Sicherungen anschließend synchronisiert.
Gerade bei großen Datenmengen ist die schnelle Netzwerkanbindung eines Rechenzentrums natürlich ein Vorteil.
Für meine Anforderungen funktioniert diese Lösung gut.
Das bedeutet allerdings nicht, dass pCloud einen spezialisierten Backupdienst oder beispielsweise einen Proxmox Backup Server vollständig ersetzt. Es handelt sich um einen zusätzlichen Speicherort innerhalb meines Sicherungskonzepts.
Mein pCloud Lifetime-Abo hat sich bereits bezahlt gemacht
Kommen wir zu einem Punkt, der für viele sicherlich besonders interessant ist: den Kosten.
Im September 2024 habe ich für mein ursprüngliches Lifetime-Paket mit 1 TB Speicherplatz 199 Euro bezahlt.
Rechnet man diese 199 Euro auf 24 Monate um, ergibt sich folgende Rechnung:
199 Euro ÷ 24 Monate = 8,29 Euro pro Monat.
Und das ist nur die rechnerische Betrachtung der ersten beiden Jahre.
Solange ich den Speicherplatz weiter nutzen kann, sinken die durchschnittlichen monatlichen Kosten immer weiter.
Nach vier Jahren wären es beispielsweise nur noch rund 4,15 Euro pro Monat für das ursprüngliche Paket.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich später weiteren Speicherplatz hinzugekauft habe. Die gesamte Investition liegt also höher als die ursprünglichen 199 Euro.
Trotzdem bin ich mit der Wirtschaftlichkeit ausgesprochen zufrieden.
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Für mich hat sich der Wechsel von einem regelmäßig bezahlten Cloudspeicher zu pCloud bereits gelohnt.
Was kostet pCloud im Oktober 2026?
Natürlich sind die Preise inzwischen gestiegen. Die damaligen 199 Euro für mein ursprüngliches Paket sind kein allgemeingültiger Vergleichspreis mehr.
Bei meiner Recherche für das Video habe ich folgende reguläre Lifetime-Angebote auf der pCloud-Webseite gefunden:
| Speicherplatz | Einmaliger Preis |
|---|---|
| 500 GB | 219 € |
| 2 TB | 499 € |
| 10 TB | 1.499 € |
Preisstand: Oktober 2026, wie im Video gezeigt. Angebote und Preise können sich jederzeit ändern.
pCloud bietet außerdem regelmäßig Sonderaktionen an, beispielsweise zu Feiertagen.
Wer sich für ein Lifetime-Abo interessiert, sollte deshalb nicht unbedingt sofort zum regulären Preis kaufen, sondern auch nach aktuellen Aktionen Ausschau halten.
Entscheidend bleibt allerdings: Ein Lifetime-Abo lohnt sich nur dann, wenn der Dienst ausreichend lange verfügbar bleibt und man ihn tatsächlich nutzt.
Datenschutz und Serverstandort
Auch der Datenschutz spielt für mich eine wichtige Rolle.
pCloud ist ein Schweizer Anbieter. Die Schweiz verfügt über ein eigenes Datenschutzrecht und wird von der Europäischen Union als Land mit angemessenem Datenschutzniveau anerkannt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Daten automatisch in der Schweiz gespeichert werden.
pCloud bietet unterschiedliche Speicherregionen an. Deshalb sollte man bei der Einrichtung prüfen, welche Region für das eigene Konto ausgewählt wurde.
Für besonders sensible Dateien bleibt meine Empfehlung ohnehin unverändert:
Wichtige Daten vor dem Hochladen selbst verschlüsseln.
Damit bin ich nicht allein auf die Sicherheitsmaßnahmen des Cloudanbieters angewiesen.
Ein praktisches Beispiel: Als mein Laptop kaputtging
Dass eine funktionierende Synchronisation mehr als nur eine nette Zusatzfunktion ist, habe ich selbst erlebt.
Mir ist einmal ein Laptop kaputtgegangen.
Glücklicherweise waren die wichtigen Dateien bereits mit pCloud synchronisiert worden.
Dadurch konnte ich weiterhin auf meine Daten zugreifen.
Solche Erfahrungen zeigen, warum ich Datensicherungen und externe Speicherorte für unverzichtbar halte.
Was mir an pCloud besonders gefällt
Nach zwei Jahren gibt es einige Eigenschaften, die ich besonders schätze:
- Die bisher sehr zuverlässige Synchronisation zwischen meinen Computern.
- Die einfache Einbindung in den Dateimanager.
- Die Nutzung als zusätzlicher externer Speicherort für Backups.
- Die Möglichkeit, Daten bereits vor dem Hochladen mit Cryptomator zu verschlüsseln.
- Die langfristig kalkulierbaren Kosten meines Lifetime-Abos.
- Der Zugriff über die Weboberfläche und verschiedene Geräte.
Auch der pCloud-Client bietet inzwischen zahlreiche Funktionen, darunter Synchronisation, Backup, Freigaben und Dateianfragen.
Für meine alltäglichen Anforderungen reicht das vollkommen aus.
Gibt es auch Nachteile oder Risiken? Meine Kritik an pCloud nach zwei Jahren
Bei aller Begeisterung möchte ich einen wichtigen Punkt nicht verschweigen.
Ein Lifetime-Abo bedeutet nicht, dass man einen Cloudspeicher garantiert bis ans Lebensende verwenden kann.
Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt unter anderem davon ab, wie lange der Anbieter existiert und seine Dienste betreibt.
Auch können sich Funktionen, Bedingungen oder technische Voraussetzungen verändern.
Außerdem ist pCloud nicht automatisch die richtige Lösung für jede Art von Backup. Wer beispielsweise vollständige virtuelle Maschinen sichern oder professionelle Wiederherstellungsketten verwalten möchte, benötigt unter Umständen zusätzliche spezialisierte Werkzeuge.
Deshalb würde ich niemals empfehlen, sämtliche wichtigen Daten ausschließlich einem einzigen Cloudanbieter anzuvertrauen.
Dann empfinde ich den Sync-Client bei mir zu Hause als ein bisschen zu langsam. Da ich aber auch Hetzner-Server habe, wo dies nicht so ist, muss ich das auf meine Anbindung ans Netz schieben.
Natürlich hat auch pCloud seine Schwächen. Bei aller Begeisterung möchte ich die Dinge nicht verschweigen, die mich im täglichen Einsatz stören und bei denen meiner Meinung nach noch nachgebessert werden könnte.
Schließlich soll dieser Erfahrungsbericht keine Werbung sein, sondern meine persönlichen Erfahrungen nach über zwei Jahren intensiver Nutzung wiedergeben. Und dazu gehören selbstverständlich auch die negativen Dinge.
Bildschirmflackern bei der Synchronisation
Was mich beispielsweise schon länger stört, ist ein kurzes Flackern des Bildschirms, wenn die Synchronisation beginnt oder abgeschlossen wird. Das passiert bei mir immer wieder und gefällt mir überhaupt nicht.
Ich vermute, dass dieses Verhalten möglicherweise mit der technischen Umsetzung des pCloud-Clients unter Windows zusammenhängt, eventuell auch mit Microsoft WebView2. Ob das tatsächlich die Ursache ist, kann ich allerdings nicht sagen.
Es ist sicherlich kein schwerwiegender Fehler, aber aus meiner Sicht auch nicht besonders schön umgesetzt.
Ein Synchronisationsprogramm sollte möglichst unauffällig im Hintergrund arbeiten, ohne dass ich auf dem Bildschirm etwas davon mitbekomme.
Die Synchronisation könnte manchmal schneller sein
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Geschwindigkeit der Synchronisation. Manchmal dauert es bei mir zu Hause ziemlich lange, bis alle Dateien vollständig übertragen wurden.
Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass ich ähnliche Erfahrungen auch schon mit anderen Cloudanbietern, beispielsweise IONOS, gemacht habe.
Interessanterweise läuft die Synchronisation auf meinen Servern bei Hetzner deutlich schneller. Deshalb gehe ich davon aus, dass zumindest ein Teil des Problems mit meiner Internetanbindung zu Hause zusammenhängt.
Trotzdem habe ich gelegentlich das Gefühl, dass der pCloud-Client bei der Synchronisation noch etwas effizienter arbeiten könnte.
Hier sehe ich durchaus Verbesserungspotenzial.
Der Crypto-Ordner könnte wesentlich komfortabler sein
Was ich ebenfalls nicht optimal finde, ist der Umgang mit dem verschlüsselten Crypto-Ordner von pCloud.
Ich habe pCloud Encryption zusätzlich zu meinem Lifetime-Speicher erworben. Eigentlich wäre das eine sehr praktische Lösung, um meine wichtigen Dateien direkt mit der Verschlüsselung von pCloud zu schützen.
Allerdings wird der Crypto-Ordner nicht wie ein gewöhnlicher lokaler Synchronisationsordner behandelt. Außerdem muss ich ihn nach dem Sperren beziehungsweise bei einer erneuten Nutzung wieder entsperren.
Das mag aus Sicherheitsgründen durchaus sinnvoll sein, ist für meinen persönlichen Arbeitsablauf aber ziemlich unpraktisch.
Ich möchte meine Dateien möglichst automatisch synchronisieren und sichern lassen, ohne ständig manuell eingreifen zu müssen.
Gerade bei regelmäßigen Datensicherungen ist das für mich ein wichtiger Punkt. Ein Backup sollte möglichst zuverlässig und unbeaufsichtigt funktionieren.
Deshalb verwende ich weiterhin Cryptomator in Kombination mit der normalen pCloud-Synchronisation. Damit verschlüssele ich meine Dateien bereits lokal und lasse anschließend die verschlüsselten Daten automatisch übertragen.
Das funktioniert bei mir gut, bedeutet allerdings auch, dass ich zwei unterschiedliche Programme benötige.
Hier würde ich mir von pCloud eine komfortablere Lösung wünschen. Wenn ich den Crypto-Ordner genauso bequem in meine automatischen Synchronisations- und Sicherungsabläufe einbinden könnte, wäre das für mich ein echter Mehrwert.
Dann könnte ich mir möglicherweise sogar den zusätzlichen Einsatz von Cryptomator sparen.
Natürlich darf der Komfort nicht zulasten der Sicherheit gehen. Schließlich ist die Verschlüsselung gerade dafür gedacht, sensible Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Aber ich denke, dass sich Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit durchaus noch besser miteinander verbinden lassen.
pCloud Backup – für mich eher eine Synchronisation als eine richtige Datensicherung
Einen weiteren Kritikpunkt habe ich bei der Backup-Funktion von pCloud. Und diesen Punkt halte ich sogar für besonders wichtig.
Im Desktop-Client gibt es neben der normalen Synchronisation auch eine Funktion, die ausdrücklich als „Backup“ bezeichnet wird.
Damit kann ich beispielsweise meinen Desktop, meine Dokumente, Downloads, Bilder oder andere wichtige Verzeichnisse mit wenigen Mausklicks automatisch in der Cloud sichern lassen.
Das klingt zunächst einmal nach einer richtigen Datensicherung.
Tatsächlich verhält sich diese Funktion in einem entscheidenden Punkt aber eher wie eine Synchronisation.
Denn wenn ich beispielsweise eine Datei auf meinem Desktop lösche, wird diese Änderung auch in pCloud übernommen. Die Datei verschwindet also ebenfalls aus dem aktuellen Datenbestand in der Cloud.
Zwar landet sie zunächst im Papierkorb und kann bei einem kostenpflichtigen Konto normalerweise innerhalb von 30 Tagen wiederhergestellt werden. Danach wird sie jedoch endgültig gelöscht, sofern keine entsprechend verlängerte Dateihistorie gebucht wurde.
Und genau hier liegt für mich das Problem.
Wenn ich eine Datensicherung erstelle, erwarte ich, dass meine gesicherten Daten unabhängig vom aktuellen Zustand meines Computers erhalten bleiben.
Wenn ich heute versehentlich eine Datei lösche und diesen Fehler erst nach zwei Monaten bemerke, möchte ich sie aus einer älteren Sicherung wiederherstellen können.
Bei einer Synchronisation ist es vollkommen normal, dass Löschungen und Änderungen übertragen werden. Schließlich sollen die Datenbestände möglichst identisch sein.
Bei einem Backup erwarte ich dagegen, dass ältere Sicherungsstände erhalten bleiben und nicht automatisch durch Änderungen am Original verloren gehen.
Natürlich muss ein Backup nicht zwangsläufig für immer unverändert bleiben. Auch bei einer professionellen Datensicherung werden alte Sicherungen irgendwann nach festgelegten Regeln gelöscht.
Aber genau diese Regeln möchte ich selbst bestimmen können.
Ich möchte beispielsweise festlegen, dass meine letzten zehn Sicherungen erhalten bleiben oder dass ich bestimmte Datenstände auch noch nach sechs Monaten wiederherstellen kann.
Bei der pCloud-Backup-Funktion habe ich diese Möglichkeiten in der Form nicht.
Natürlich bietet pCloud eine Dateiversionierung und Wiederherstellungsmöglichkeiten an. Das möchte ich ausdrücklich nicht verschweigen. Aber die standardmäßige Aufbewahrungszeit von 30 Tagen reicht mir für eine langfristige Datensicherung nicht aus.
Ich finde die Bezeichnung „Backup“ deshalb zumindest etwas irreführend.
Gerade weniger erfahrene Anwender könnten glauben, dass ihre Dateien dauerhaft gesichert bleiben, sobald sie diese Funktion eingeschaltet haben.
Das ist aber nicht automatisch der Fall.
Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, wenn pCloud hier eine richtige Backup-Funktion mit frei einstellbaren Aufbewahrungszeiten, mehreren unabhängigen Sicherungsständen und einem Schutz vor versehentlichem Löschen anbieten würde.
Besonders sinnvoll fände ich eine Möglichkeit, bestimmte Sicherungsstände gegen nachträgliche Veränderungen und Löschungen zu schützen.
Denn auch Schadsoftware oder ein Verschlüsselungstrojaner kann Dateien auf dem Computer verändern. Wenn diese Änderungen anschließend automatisch in die Cloud übertragen werden, ist das ohne geeignete Wiederherstellungsmöglichkeiten ein erhebliches Risiko.
Ich möchte selbst entscheiden können, wann alte Sicherungen gelöscht werden, und nicht davon abhängig sein, wann ich einen Datenverlust bemerke.
Das bedeutet nicht, dass die Funktion grundsätzlich schlecht ist. Im Gegenteil: Für die automatische Sicherung wichtiger Ordner und die kurzfristige Wiederherstellung ist sie durchaus praktisch.
Aber ich würde mich niemals ausschließlich darauf verlassen.
Für meine wirklich wichtigen Daten verwende ich deshalb weiterhin ein eigenes Sicherungskonzept mit unabhängigen Backups.
Denn eines sollte man sich immer vor Augen halten:
Nur weil eine Funktion „Backup“ heißt, bedeutet das noch lange nicht, dass sie sämtliche Anforderungen an eine zuverlässige und langfristige Datensicherung erfüllt.
Das Lifetime-Abo hat natürlich auch seine Risiken
Bei aller Zufriedenheit mit pCloud darf man einen weiteren wichtigen Punkt nicht vergessen.
Ein Lifetime-Abo bedeutet nicht, dass man einen Cloudspeicher garantiert bis ans Lebensende verwenden kann.
Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt unter anderem davon ab, wie lange der Anbieter existiert und seine Dienste betreibt.
Auch können sich Funktionen, Bedingungen oder technische Voraussetzungen im Laufe der Jahre verändern.
Wenn pCloud beispielsweise irgendwann seinen Geschäftsbetrieb einstellen sollte, wäre auch mein Lifetime-Speicher davon betroffen.
Dieses Risiko war mir allerdings schon beim Kauf bewusst.
Deshalb würde ich auch niemals empfehlen, sämtliche wichtigen Daten ausschließlich einem einzigen Cloudanbieter anzuvertrauen.
Ein Cloudspeicher kann ein wichtiger Bestandteil eines Datensicherungskonzepts sein, sollte aber nicht die einzige Möglichkeit zur Wiederherstellung der eigenen Daten darstellen.
Meine Meinung zu diesen Kritikpunkten
Das sind die Dinge, die mich nach mehr als zwei Jahren Nutzung tatsächlich stören.
Es handelt sich dabei nicht um theoretische Nachteile, die ich irgendwo im Internet gelesen habe, sondern überwiegend um meine eigenen Erfahrungen im täglichen Umgang mit pCloud.
Besonders die Bezeichnung und Funktionsweise der Backup-Funktion sehe ich kritisch. Hier sollte pCloud aus meiner Sicht deutlicher zwischen Synchronisation und einer langfristigen, versionierten Datensicherung unterscheiden.
Auch beim Crypto-Ordner, bei der Bedienung und bei der Synchronisationsgeschwindigkeit gibt es meiner Meinung nach noch Verbesserungspotenzial.
Keiner dieser Punkte hat mich bisher allerdings dazu gebracht, den Kauf zu bereuen oder ernsthaft über einen Wechsel zu einem anderen Anbieter nachzudenken.
Denn eines muss ich pCloud trotz aller Kritik zugutehalten:
In den vergangenen zwei Jahren hat mich der Cloudspeicher nicht ein einziges Mal im Stich gelassen.
Meine Dateien wurden zuverlässig übertragen, meine Synchronisationen haben funktioniert und ich konnte jederzeit auf meine gespeicherten Daten zugreifen.
Und genau deshalb fällt mein Gesamturteil weiterhin positiv aus.
Aber eine grundsätzlich positive Bewertung bedeutet eben nicht, dass alles perfekt ist.
Und genau das gehört für mich zu einem ehrlichen Langzeittest: Nicht nur darüber zu berichten, was hervorragend funktioniert, sondern auch darüber, was nach zwei Jahren im Alltag immer noch nervt.
Mein Resümee nach zwei Jahren pCloud
Ich würde pCloud wieder kaufen.
Das ist mein persönliches Fazit nach über zwei Jahren intensiver Nutzung.
Die Synchronisation funktioniert, meine Backups werden auf einen externen Speicher übertragen und ich kann von verschiedenen Computern und Servern auf meine Daten zugreifen.
Besonders zufrieden bin ich mit der Kombination aus pCloud und Cryptomator.
Die lokale Verschlüsselung gibt mir zusätzliche Kontrolle über meine Daten, während pCloud die Speicherung und Synchronisation übernimmt.
Und finanziell?
Für mich hat sich die Investition längst gerechnet.
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Natürlich weiß niemand, wie lange pCloud noch existieren wird. Aber ich habe inzwischen zwei Jahre praktische Erfahrung gesammelt und in dieser Zeit keinen Grund gefunden, meinen damaligen Kauf zu bereuen.
Mein Fazit lautet deshalb: pCloud ist für mich eine ausgesprochen gute Investition gewesen – und ich hoffe, dass das auch in den kommenden Jahren so bleibt.
YouTube-Video: pCloud Erfahrungen nach 2 Jahren Dauereinsatz – Lohnt sich die pCloud?
Seit über zwei Jahren nutze ich pCloud für meine Datensicherung, verschlüsselte Backups und die Synchronisation zwischen meinen Computern und Servern.
In diesem Video zeige ich, wie ich pCloud einsetze, was mich der Cloudspeicher gekostet hat, wie zuverlässig der Dienst bisher funktioniert und warum sich mein Lifetime-Abo für mich längst bezahlt gemacht hat.
Hat sich pCloud wirklich gelohnt? Nach zwei Jahren ziehe ich Bilanz – ehrlich, praxisnah und aus eigener Erfahrung!
👉 >>> Das Video direkt in YouTube öffnen, um auch die Kommentare sehen zu können <<<
Wer pCloud noch gar nicht kennt, findet auf meinem YouTube-Kanal ComputerRalle außerdem ein ausführliches Einsteiger-Tutorial. Dort erkläre ich die Einrichtung eines kostenlosen Kontos und die Synchronisation unter Windows, Linux und macOS.
YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@ComputerRalle
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt meine persönlichen Erfahrungen mit der pCloud. Wenn Sie pCloud über einen entsprechend gekennzeichneten Partnerlink von mir abonnieren oder kaufen, erhalte ich möglicherweise eine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
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Ralf-Peter Kleinert / ComputerRalle
Ich verwende moderne KI-Systeme als unterstützendes Werkzeug, um meine Texte zu strukturieren, sprachlich zu überarbeiten und in eine verständliche Form zu bringen. Dabei nutze ich Künstliche Intelligenz unter anderem zur Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik, zur besseren Gliederung von Inhalten sowie zur Optimierung von Formulierungen. Dennoch schreibe ich meine Inhalte zunächst komplett alleine. Bilder und Thumbnails bearbeite ich wieder überwiegend selbst in Photoshop oder PhotoCraft. KI-Bilder sehen alle gleich aus – das passt mir nicht. KI zum korrigieren zu verwenden ist für mich eine enorme Zeitersparnis, sodass ich mich stärker auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren kann.

