Die 4 festen IPv4-Adressen von GitHub für Pages

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GitHub Pages: Kostenloses Hosting für statische Websites

Wer eine klassische HTML-Website betreibt, braucht dafür nicht unbedingt einen kostenpflichtigen Webhosting-Tarif. Mit GitHub Pages bietet GitHub eine interessante Möglichkeit, statische Websites direkt aus einem GitHub-Repository im Internet zu veröffentlichen – bei öffentlichen Repositorys sogar kostenlos.

GitHub Pages eignet sich für Websites, die aus HTML, CSS und JavaScript bestehen. Eine eigene Domain kann ebenfalls verwendet werden.

Eigene Domain direkt mit GitHub verbinden

Für eine sogenannte Apex-Domain, beispielsweise example.de, nennt GitHub aktuell vier IPv4-Adressen, die beim DNS-Anbieter als A-Records eingetragen werden können:

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Diese Adressen werden von GitHub offiziell für GitHub Pages angegeben. Zusätzlich stehen entsprechende IPv6-Adressen zur Verfügung.

Damit zeigt die eigene Domain direkt auf die Infrastruktur von GitHub. Für Subdomains wie www.example.de empfiehlt sich dagegen ein CNAME-Eintrag auf die jeweilige github.io-Adresse. GitHub bezeichnet diese Variante sogar als besonders stabil, weil sie nicht von Änderungen der GitHub-Pages-IP-Adressen betroffen ist.

Warum gleich vier IPv4-Adressen?

Die vier A-Records sorgen dafür, dass die Domain nicht nur auf eine einzelne Adresse zeigt. Dahinter steht die hochverfügbare Infrastruktur, über die GitHub Pages seine Inhalte ausliefert.

Für den Betreiber einer kleinen oder mittelgroßen statischen Website ist das interessant: Man muss sich nicht selbst um einen Webserver, dessen Betriebssystem, Webserver-Updates oder eine eigene hochverfügbare Infrastruktur kümmern.

Gerade bei einer reinen HTML-Website fällt damit ein großer Teil der klassischen Serveradministration weg.

HTTPS inklusive

Ein weiterer großer Vorteil ist HTTPS. GitHub Pages unterstützt HTTPS auch für korrekt eingerichtete eigene Domains. HTTPS kann außerdem erzwungen werden, sodass Besucher automatisch von HTTP auf die verschlüsselte HTTPS-Verbindung umgeleitet werden.

Damit muss man sich nicht selbst um die klassische Einrichtung und Verwaltung eines TLS-Zertifikats auf einem eigenen Webserver kümmern.

Weniger Angriffsfläche als ein klassischer Webserver

Eine statische Website hat noch einen weiteren Vorteil: Es gibt normalerweise kein PHP, keine MySQL-Datenbank, kein WordPress und kein öffentlich erreichbares Administrationssystem, das ständig aktualisiert und abgesichert werden muss.

Das bedeutet natürlich nicht, dass eine GitHub-Pages-Website unangreifbar wäre. Aber viele typische Angriffsmöglichkeiten dynamischer Websites existieren schlicht nicht.

Wer nur HTML, CSS, JavaScript, Bilder und andere statische Dateien benötigt, bekommt dadurch eine ausgesprochen schlanke Architektur.

Und das kostet?

Für öffentliche Repositorys steht GitHub Pages bereits mit GitHub Free zur Verfügung.

Eine vergleichbare Infrastruktur selbst aufzubauen – Webserver, HTTPS, Verfügbarkeit, weltweite Auslieferung und laufende Wartung – wäre mit eigenem Hosting nicht ohne Aufwand zu realisieren.

Natürlich ist GitHub Pages kein unbegrenzter kostenloser Webhoster. GitHub nennt beispielsweise für veröffentlichte Pages-Websites ein Größenlimit von 1 GB und ein weiches Bandbreitenlimit von 100 GB pro Monat. GitHub weist außerdem ausdrücklich darauf hin, dass Pages nicht als kostenloser Hostingdienst für einen primär auf kommerzielle Transaktionen ausgerichteten Onlineshop oder SaaS-Dienst gedacht ist.

Für statische Websites eine spannende Alternative

Wer keine serverseitigen Funktionen wie PHP oder eine eigene Datenbank benötigt, sollte sich GitHub Pages durchaus einmal ansehen.

Du pflegst deine Website in einem GitHub-Repository, veröffentlichst sie über GitHub Pages und kannst trotzdem deine ganz normale eigene Domain verwenden.

Das Ergebnis:

Kein eigener Webserver. Keine Webserver-Administration. HTTPS-Unterstützung. Git-basierte Versionsverwaltung. Eigene Domain. Und für viele Anwendungsfälle keine zusätzlichen Hostingkosten.

Für Dokumentationen, Projektseiten, persönliche Websites, Portfolios und andere statische Internetseiten ist GitHub Pages deshalb eine erstaunlich leistungsfähige Lösung.

Und nebenbei liegt der komplette Quellcode der Website sauber versioniert im Git-Repository. Geht bei einer Änderung etwas schief, lässt sich jederzeit nachvollziehen, was geändert wurde – und bei Bedarf auf einen früheren Stand zurückgehen.

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