Ich liste hier die Wichtigsten Befehle auf um Windows 11 zu reparieren, falls mal Probleme auftauchen, die normale Bordmittel nicht gut lösen können. Vor allem sind das Befehle, die ich selbst immer wieder verwende.
Die Befehle können einfach hier kopiert werden und dann in das Command Line Fenster eingegeben werden. Öffnen sie das CMD Fenster: Start -> „cmd“ eingeben -> im Startmenü „Als Administrator ausführen“ anklicken. Die Befehle funktionieren auch in der PowerShell als Administrator.
Schnelle Hilfe bei Windows Problemen:
Zunächst einmal das System Scannen, (vielleich genügt das bereits)
sfc /scannow
Zunächst von DISM eine Fehlerprüfung machen lassen:
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
Windows-Komponentenspeicher auf Fehler untersuchen lassen:
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
Windows-Komponentenspeicher erneut auf Fehler untersuchen und dann reparieren, wenn /ScanHealth Fehler entdeckt hat:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
Diese 4 Befehle genügen bereits sehr oft, um ein beschädigtes Windows wieder auf die Beine zu helfen.
Tiefergehende Informationen zu DISM:
Erklärungen zu DISM und den Befehlen
Was macht sfc /scannow eigentlich?
sfc /scannow
Der Befehl sfc /scannow gehört zu den wichtigsten Reparaturwerkzeugen von Windows. SFC steht für System File Checker und überprüft alle geschützten Windows-Systemdateien auf Beschädigungen oder Veränderungen.
Während des Scans vergleicht Windows jede wichtige Systemdatei mit der Originalversion. Wird eine beschädigte oder fehlende Datei gefunden, versucht SFC diese automatisch durch eine fehlerfreie Version zu ersetzen.
Der Scan kann – je nach Geschwindigkeit des Computers – einige Minuten dauern. Währenddessen sollte das Eingabeaufforderungsfenster nicht geschlossen werden.
Woher stammen die Ersatzdateien?
Viele Anwender glauben, dass SFC die benötigten Dateien aus dem Internet herunterlädt. Das stimmt jedoch nicht.
Die Ersatzdateien stammen aus dem sogenannten Windows-Komponentenspeicher, der sich im Ordner c:\Windows\WinSxS befindet.
Dort legt Windows die Originalversionen seiner Systemdateien ab. Genau auf diesen Speicher greift SFC zurück, wenn beschädigte Dateien ersetzt werden müssen.
Warum reicht sfc /scannow manchmal nicht aus?
Ist der Windows-Komponentenspeicher selbst beschädigt, kann SFC keine fehlerfreien Dateien mehr finden. In diesem Fall meldet Windows häufig, dass beschädigte Dateien gefunden wurden, diese aber nicht vollständig repariert werden konnten.
Genau deshalb gibt es DISM.
Mit den DISM-Befehlen wird zunächst der Komponentenspeicher überprüft und – falls notwendig – repariert. Erst danach kann sfc /scannow beschädigte Windows-Dateien wieder zuverlässig ersetzen.
Wann sollte sfc /scannow eingesetzt werden?
Der Befehl eignet sich besonders, wenn:
- Windows ungewöhnlich langsam oder instabil läuft.
- Programme plötzlich abstürzen.
- Fehlermeldungen ohne erkennbaren Grund auftreten.
- Windows-Dateien beschädigt wurden.
- Nach einem fehlgeschlagenen Windows-Update Probleme auftreten.
Was ist DISM?
DISM steht für Deployment Image Servicing and Management und ist ein Wartungswerkzeug von Microsoft, das seit vielen Jahren fester Bestandteil von Windows ist. Ursprünglich wurde es entwickelt, um Windows-Installationsmedien und Systemabbilder (Images) zu verwalten. Es kann jedoch auch das aktuell laufende Windows überprüfen und reparieren.
Der wichtigste Einsatzbereich für Heimanwender ist die Reparatur des sogenannten Windows-Komponentenspeichers. Dieser befindet sich im Ordner c:\Windows\WinSxS und enthält die Originaldateien, aus denen Windows beschädigte Systemdateien wiederherstellen kann.
Ist dieser Komponentenspeicher selbst beschädigt, können viele Windows-Reparaturen nicht mehr erfolgreich durchgeführt werden. Genau hier kommt DISM zum Einsatz.
Der Windows-Komponentenspeicher – das Ersatzteillager von Windows
Eine gute Analogie ist eine Autowerkstatt.
Stellen Sie sich vor, Windows ist ein Auto. Irgendwann geht ein Ersatzteil kaputt. Der Mechaniker möchte dieses Teil austauschen und greift ins Ersatzteillager. Liegen dort jedoch ebenfalls beschädigte Ersatzteile, kann keine erfolgreiche Reparatur stattfinden.
Genau so arbeitet Windows.
Der Ordner WinSxS enthält die Originalversionen nahezu aller Windows-Komponenten. Werkzeuge wie der System File Checker (sfc /scannow) greifen auf diesen Speicher zurück, um beschädigte Systemdateien zu ersetzen.
Deshalb sollte zunächst immer geprüft werden, ob dieses „Ersatzteillager“ überhaupt noch in Ordnung ist.
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
Dieser Befehl ist die schnellste Überprüfung des Komponentenspeichers.
Dabei durchsucht DISM nicht alle Dateien, sondern prüft lediglich, ob Windows bereits einen bekannten Schaden registriert hat.
Der Vorgang dauert meist nur wenige Sekunden.
Was passiert?
- Windows überprüft vorhandene Reparaturinformationen.
- Es wird festgestellt, ob bereits bekannte Beschädigungen vorliegen.
- Es erfolgt keine Reparatur.
- Es wird kein vollständiger Scan durchgeführt.
Ist keine Beschädigung bekannt, kann trotzdem noch ein Fehler vorhanden sein. Deshalb empfiehlt sich anschließend immer der ausführliche Scan.
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
Dieser Befehl untersucht den gesamten Windows-Komponentenspeicher sehr gründlich.
Jetzt werden sämtliche Komponenten überprüft.
DISM kontrolliert unter anderem:
- beschädigte Dateien
- fehlende Dateien
- fehlerhafte Komponenten
- beschädigte Manifeste
- inkonsistente Paketinformationen
- Prüfsummen wichtiger Windows-Dateien
Je nach Rechner kann dieser Vorgang mehrere Minuten dauern.
Währenddessen scheint der Fortschrittsbalken häufig längere Zeit bei bestimmten Prozentwerten stehen zu bleiben. Das ist vollkommen normal. DISM arbeitet im Hintergrund weiter.
Wichtig
Dieser Befehl repariert nichts.
Er dient ausschließlich dazu festzustellen, ob tatsächlich Beschädigungen vorhanden sind.
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
Dieser Befehl ist der eigentliche Reparaturvorgang.
DISM überprüft zunächst erneut den Komponentenspeicher und versucht anschließend alle gefundenen Beschädigungen automatisch zu beheben.
Je nach Situation verwendet Windows dazu:
- den lokalen Komponentenspeicher
- Windows Update
- oder eine Windows-Installationsquelle (ISO oder DVD)
Fehlende oder beschädigte Komponenten werden durch fehlerfreie Originaldateien ersetzt.
Dadurch wird der Komponentenspeicher wieder in einen konsistenten Zustand versetzt.
Warum dauert dieser Befehl oft so lange?
Viele Anwender glauben, der Computer hätte sich aufgehängt.
Das stimmt in der Regel nicht.
DISM verarbeitet im Hintergrund tausende Dateien, überprüft Abhängigkeiten und ersetzt bei Bedarf beschädigte Komponenten. Gerade bei langsameren Festplatten oder älteren Rechnern kann dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen.
Geduld lohnt sich.
Warum anschließend häufig noch sfc /scannow ausgeführt wird
Viele Anwender denken, dass RestoreHealth sämtliche Windows-Probleme beseitigt.
Ganz so einfach ist es nicht.
DISM repariert den Komponentenspeicher, also die Quelle der Windows-Originaldateien.
Beschädigte Systemdateien, die bereits aktiv verwendet werden, ersetzt DISM jedoch nicht automatisch.
Genau dafür gibt es den System File Checker (sfc /scannow).
Nachdem der Komponentenspeicher wieder intakt ist, kann SFC alle geschützten Windows-Systemdateien überprüfen und bei Bedarf durch fehlerfreie Originaldateien ersetzen.
Deshalb lautet die empfohlene Reihenfolge:
sfc /scannow
↓
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
↓
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
↓
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
↓
sfc /scannow
Wann sollte man DISM einsetzen?
DISM ist besonders hilfreich, wenn Windows ungewöhnliche Probleme zeigt, zum Beispiel:
- Windows-Updates schlagen immer wieder fehl.
- Systemdateien sind beschädigt.
- Windows stürzt ohne erkennbaren Grund ab.
- Anwendungen von Microsoft funktionieren nicht mehr korrekt.
- Die Systemdateiprüfung (sfc /scannow) kann Fehler nicht beheben.
- Nach einem Stromausfall oder Festplattenfehler treten Probleme auf.
- Windows verhält sich ungewöhnlich langsam oder instabil.
Zum Schluss zu DISM also
DISM gehört zu den wichtigsten Reparaturwerkzeugen, die Windows bereits mitbringt.
Während CheckHealth nur eine schnelle Prüfung durchführt und ScanHealth den Komponentenspeicher ausführlich analysiert, übernimmt RestoreHealth die eigentliche Reparatur.
In vielen Fällen lassen sich dadurch beschädigte Windows-Installationen wieder vollständig herstellen, ohne dass Windows neu installiert werden muss.
Mein persönlicher Rat lautet daher: Treten ungewöhnliche Windows-Probleme auf, führen Sie zunächst die drei DISM-Befehle aus. Anschließend sollte noch sfc /scannow gestartet werden. Diese Kombination gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Methoden, um ein beschädigtes Windows-System wieder in einen sauberen und stabilen Zustand zu versetzen.
Ralf-Peter Kleinert / ComputerRalle
Ich verwende moderne KI-Systeme als unterstützendes Werkzeug, um meine Texte zu strukturieren, sprachlich zu überarbeiten und in eine verständliche Form zu bringen. Dabei nutze ich Künstliche Intelligenz unter anderem zur Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik, zur besseren Gliederung von Inhalten sowie zur Optimierung von Formulierungen. Dennoch schreibe ich meine Inhalte zunächst komplett alleine – seit mehr als 20 Jahren! Auch verwende ich inzwischen KI-Systeme zum Erzeugen von Bildern für meine Webseiten oder Video-Thumbnails. In beiden Fällen ist dies für mich eine enorme Zeitersparnis, sodass ich mich stärker auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren kann.


Vielen Dank!